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Titel: Investigating the psychological characteristics of female temporary domestic migrant workers
VerfasserIn: Wambi, Eria
Sprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2025
DDC-Sachgruppe: 150 Psychologie
300 Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Dokumenttyp: Dissertation
Abstract: Labor migration has become a defining feature of globalization, with several individuals leaving their home countries in search of work abroad. A huge percentage are temporary migrant workers, who move for a short and fixed term contract and for jobs that nationals are reluctant to do. Despite their vital role in both the sending and receiving nations, they are also well known to experience very difficult working conditions, which begin during the process of migration and go on while at work, and upon return. The harsh working conditions are even worse in the Middle Eastern countries due to the so called kafaala system, which gives almost absolute powers to the sponsor over the migrant worker. To understand the entry and stay into temporary migrant work, the dissertation investigated the psychological characteristics of the migrant workers through three interlinked studies. The first study examined the role of personality traits and family influence in shaping prospective migration intentions. The study results revealed that among Big Five personality traits, Extraversion, Conscientiousness, and Neuroticism increased migration intentions, while Agreeableness and Openness to new experiences were not related. On the other hand, Core Self-Evaluations (CSE) negatively predicted labor migration and explained additional variances beyond Big Five. Family influence moderated the effects of Extraversion and Openness, highlighting the sociocultural embeddedness of migration decisions. The second study examined the effects of job demands and job resources on negative health outcomes and the moderating role of CSE. Whereas there was no correlation for job demands (i.e., work pressure, work precarity, and sexual harassment) and emotional exhaustion and somatic complaints, family demands was a positive predictor. Job autonomy negatively predicted both emotional exhaustion and somatic complaints, but social support was inversely correlated. CSE moderated the protective role of autonomy against emotional exhaustion, while it did not moderate other relationships. The third study examined the determinants of circular labor migration intentions among returnee housemaids. I investigated whether prior exposure to job demands (i.e., work pressure, sexual harassment, and family demands) and job resources (i.e., job autonomy and social support) could predict labor migration. The study did not find support for prior exposure to job demands but prior exposure to job autonomy increased circular migration intentions. Furthermore, financial responsibility (a personal demand) was positively related to circular migration intention and likewise subjective well-being (a personal resource). Also, CSE moderated some relationships between job demands and job resources and circular migration intention. Collectively, these findings demonstrate that psychological characteristics and situational factors jointly shape the migration process and experience of temporary migrant workers.
Die Arbeitsmigration ist zu einem prägenden Merkmal der Globalisierung geworden, da zahlreiche Menschen ihre Herkunftsländer verlassen, um im Ausland Arbeit zu finden. Ein erheblicher Anteil sind temporäre Arbeitsmigrant: innen, die für eine kurze und vertraglich befristete Zeit und für Tätigkeiten umziehen, die von Einheimischen nur ungern ausgeübt werden. Trotz ihrer zentralen Bedeutung für Herkunfts- wie Zielländer sind sie zugleich dafür bekannt, äußerst schwierigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt zu sein, die bereits während des Migrationsprozesses beginnen und sich während der Arbeit und nach der Rückkehr fortsetzen. Besonders prekär gestaltet sich die Situation in den Ländern des Nahen Ostens aufgrund des sogenannten Kafala-Systems, das den Auftraggebenden nahezu uneingeschränkte Macht über die Migrantinnen verleiht. Um den Einstieg und Verbleib in der temporären Arbeitsmigration zu verstehen, untersucht die Dissertation die psychologischen Merkmale von Migrantinnen in drei miteinander verknüpften Studien. Die erste Studie befasste sich mit der Rolle von Persönlichkeitsmerkmalen und familiären Einflüssen bei der Entwicklung potenzieller Migrationsabsichten. Die Ergebnisse zeigten, dass von den Big Five insbesondere Extraversion, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus die Migrationsabsichten verstärkten, während Verträglichkeit und Offenheit für neue Erfahrungen keinen Zusammenhang aufwiesen. Dagegen sagten Core Self-Evaluations (CSE) Arbeitsmigration negativ voraus und erklärten zusätzliche Varianz über die Big Five hinaus. Familiäre Einflüsse moderierten die Effekte von Extraversion und Offenheit, was die soziokulturelle Einbettung von Migrationsentscheidungen unterstreicht. Die zweite Studie untersuchte die Effekte von Arbeitsanforderungen und Arbeitsressourcen auf negative Gesundheitsfolgen sowie die moderierende Rolle von CSE. Während für Arbeitsanforderungen (z. B. Arbeitsdruck, Prekarität und sexuelle Belästigung) kein Zusammenhang mit emotionaler Erschöpfung und somatischen Beschwerden festgestellt wurde, erwiesen sich familiäre Anforderungen als positiver Prädiktor. Arbeitsautonomie sagte sowohl emotionale Erschöpfung als auch somatische Beschwerden negativ voraus, während soziale Unterstützung umgekehrt korreliert war. CSE moderierte die protektive Funktion von Autonomie gegenüber emotionaler Erschöpfung, jedoch keine weiteren Zusammenhänge. Die dritte Studie untersuchte die Determinanten zirkulärer Migrationsabsichten bei zurückgekehrten Hausangestellten. Ich erforschte, ob frühere Erfahrungen mit Arbeitsanforderungen (z. B. Arbeitsdruck, sexuelle Belästigung, familiäre Anforderungen) und Arbeitsressourcen (z. B. Autonomie, soziale Unterstützung) die Migrationsabsicht vorhersagen. Die Studie konnte keinen Zusammenhang zwischen früheren beruflichen Anforderungen und der Absicht zur zirkulären Migration feststellen, jedoch zeigte sich, dass frühere berufliche Autonomie die Absicht zur zirkulären Migration erhöhte. Darüber hinaus stand finanzielle Verantwortung (eine individuelle Anforderung) positiv im Zusammenhang mit der Migrationsabsicht, ebenso wie das subjektive Wohlbefinden (eine individuelle Ressource). CSE moderierte zudem einige Zusammenhänge zwischen Arbeitsanforderungen, Arbeitsressourcen und der Absicht zur zirkulären Migration. Insgesamt zeigen diese Ergebnisse, dass psychologische Merkmale und situative Faktoren gemeinsam den Migrationsprozess und die Erfahrungen von temporären Arbeitsmigrant: innen prägen.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291--ds-474362
hdl:20.500.11880/41529
http://dx.doi.org/10.22028/D291-47436
Erstgutachter: König, Cornelius Johannes
Tag der mündlichen Prüfung: 10-Mär-2026
Datum des Eintrags: 16-Apr-2026
Drittmittel / Förderung: DAAD: German Academic Exchange Service
Fördernummer: 91803680
Fakultät: HW - Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft
Fachrichtung: HW - Psychologie
Professur: HW - Prof. Dr. Cornelius König
Sammlung:SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes

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